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Jubiläumsübung der Jugendfeuerwehr Undenheim

Hälfte der Aktiven war selbst bei Nachwuchstruppe

Wie wichtig die Nachwuchsarbeit in der Feuerwehr ist, das zeigt sich beim Blick auf die Undenheimer Aktiven: Von den derzeit 32 Mann seien etwa 50 Prozent aus der Jugendfeuerwehr rekrutiert worden, so Ralf Sieben.

 

Wehrführer Hupf bedankte sich bei dem damaligen Wehrführer Rainer Remy und den bisherigen Jugendfeuerwehrwarten und deren Stellvertreter, diese waren in den 35 Jahren, Gerhard May, Horst Grosch, Michael Schuldt, Thomas Hupf, Thilo Kopf, Ralf Sieben, Gunter Malkmus, Gunther Andreas, Frank Schmuck, Marc Curschmann, Nadja Dünnes, Jochen Grosch, Pierre Rasel, Steffen Brandt sowie bei Sascha und Thomas Freitag.

 

Während der kleinen Feierstunde wurden Ehrungen vorgenommen. Alle vier Geehrten entstammten der Undenheimer Nachwuchstruppe. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Gunther Manz ausgezeichnet. Seit 35 Jahren dabei sind Ronald Stumpf, Ralf Sieben und Thomas Hupf. Bei der Ehrung lobte VG-Bürgermeister Klaus Penzer vor allem Thomas Hupf und Ralf Sieben als Feuerwehrmänner mit „Leib und Seele“, die sich seit Jahrzehnten in den verschiedensten Bereichen des Feuerwehrwesens engagieren. Glückwünsche sprachen auch Kreisfeuerwehrinspektor Wilfried Eppelmann und Ortsbürgermeister Wilhelm Horn aus.

 

Ehrungen anläßlich der Jubiläumsfeier
Die Jugendfeuerwehr Undenheim ist mit 35 Jahren die Zweitälteste im Landkreis

(Ralf Sieben). Früher Abend in der Selztalgemeinde: Ohrenbetäubendes Sirenengeheul schreckte die Bürger auf. Am Freien Platz bog ein Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr um die Ecke und platzierte sich direkt am Anfang der Tränkgasse. Aus dem Wagen sprang eilig die Besatzung heraus - dann ging alles ganz schnell. Mit geübten Handgriffen wurden Schläuche ausgerollt und an die Hydranten angeschlossen, nur wenige Minuten später hieß es schon: „Wasser marsch!“ Was nach einem Großeinsatz der Feuerwehr aussah, war allerdings nur eine Übung der Jugendfeuerwehr. Dazu hatten sich zahlreiche Schaulustige eingefunden, denn viele aus der Dorfgemeinschaft wussten, dass der Nachwuchs der Floriansjünger ein kleines Jubiläum zu feiern hatte. Denn auf den Tag genau vor 35 Jahren wurde die Jugendfeuerwehr Undenheim gegründet, damals die erste ihrer Art in der VG Nierstein-Oppenheim und die Zweite im Landkreis Mainz-Bingen.

Gemeinsamer Löschangriff mit denn Kameradinnen und Kameraden der Jugendfeuerwehren Köngernheim und Friesenheim
Simulierten Dachstuhlbrand souverän bekämpft

Für die „Jubiläumsübung“ wurde ein Dachstuhlbrand am evangelischen Gemeindehaus angenommen. Ein Schadensereignis, das noch weitere Helfer brauchte. So kamen schon kurze Zeit später die Jugendfeuerwehren aus Köngernheim und Friesenheim angebraust, sodass der Schadensherd von drei Seiten aus bekämpft werden konnte. Wehrführer Thomas Hupf kommentierte für das Publikum am Straßenrand die einzelnen Maßnahmen und zeigte sich vom Nachwuchs beeindruckt: „Alles klappt wie am Schnürchen.“ Ralf Sieben, der selbst früher Jugendfeuerwehrwart in Undenheim war, erklärte aber, dass die jungen Feuerwehrmänner jetzt noch nicht mit in einen richtigen Einsatz dürften. Erst müsste zunächst ein Grundlehrgang absolviert sein, sagte Sieben, der selbst seit 20 Jahren Kreisausbilder ist. Danach sei das Mitwirken am Einsatzort schon möglich, aber mehr im Hintergrund für leichtere Handgriffe. Bis eine Bekämpfung direkt am Brandherd aktuell werde, bedürfe es noch weiterer Lehrgänge und natürlich viel Erfahrung, die eben nur mit dem Alter komme. Ein „großes Kompliment“ für den Einsatz der Jugend sprach der stellvertretende Wehrleiter der VG Nierstein-Oppenheim, Stefan Danner, den jungen Mannen um Jugendfeuerwehrwart Steffen Brand aus. Für den guten Übungsverlauf gab es als Belohnung anschließend Essen und Trinken für die jungen Brandbekämpfer.

 

Freitag, 17.06.2011